Präsenz und Ausstrahlung Übungen

Übung: Mimikdirigat

7. September 2014

hier gibt´s den Beitrag als pdf zum Downloaden und Mit-in-die-Probe-nehmen: Übung Mimikdirigat

Eine ganz hervorragende Übung zum „Emotionalen Singen“ ist das Mimikdirigat. Es geht dabei darum, unsere analytische, linke Gehirnhälfte vorübergehend ab- und die ganzheitlich-musikalische rechte Gehirnhälfte anzuschalten! Wir singen viel zu sehr mit dem Verstand! Musik ist jedoch eine eigene Sprache, die nicht erklärt sondern nur empfunden werden kann! Ziel ist es am Ende, beide Gehirnhälften beim Singen gleichermaßen zu nutzen- aber da die rechte so schmählich vernachlässigt wird, muss sie zunächst aktiviert werden.

Beim Mimikdirigat wird tatsächlich nur mit der Mimik dirigiert! Die Hände sind ruhig- aber der ganze Körper spricht mit! Was bin ich dem großartigen Leonard Bernstein für diese Aufnahme dankbar! So können wir alle live und in Farbe miterleben, dass es diese Art zu dirigieren sogar auf die großen Bühnen der Welt geschafft hat! Und wieder schaffen könnte- mit euch!


 

Übung: Mimikdirigat

Sinn und Zweck: 

  • Verfeinerung der Kommunikation zwischen Chorleiter und Sängern
  • Steigerung der Präsenz und Aufmerksamkeit
  • mehr Flexibilität, schnellere Reaktionszeiten
  • ganzheitlich-emotional Musik machen (mit der rechten Gehirnhälfte)

Ablauf:

  • ein gut bekanntes Lied wir gesungen- der Chor reagiert ausschließlich auf die Mimik des Chorleiters. Am besten lässt dieser die Hände ganz weg! Der Chor wird aufgefordert, mithilfe der Spiegelneuronen zu erahnen und zu antizipieren, wie der Chorleiter das Stück interpretiert, welche Emotionen er fühlt und durch die Musik wiedergegeben haben möchte.
  • Variante I: jeder darf mal! Die Chorsänger begeben sich einer nach dem anderen (freiwillig!) vor den Chor und dirigieren ein Stück ausschließlich mit ihrer Mimik. Es müssen ja nicht alle in einer Probe sein:.)
  • Variante II: Partnerübung: zwei stehen sich beim Singen gegenüber. Zunächst spiegelt A B, dann umgekehrt
  • Variante III: Energiekreisel: Es gibt einen Innenkreis (Blick nach außen) und einen Außenkreis (Blick nach Innen) mit gleicher Personenzahl. Jeder hat ein Gegenüber! Während des Singens klatscht der Chorleiter manchmal in die Hände. Auf das Zeichen hin wandert der gesamte Außenkreis eine Person weiter nach rechts. Der Innenkreis bleibt stehen. Die Übung so lange wiederholen, bis der Außenkreis einmal rum ist!
  • Wichitg: das Spiegeln konzentriert sich auf das Gesicht- aber wir folgen auch mit dem Körper- und zwar so, wie wir es peripher wahrnehmen können!

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