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Chorleitung

Allgemein Chorleitung

Lasst uns diese Chance nutzen!

16. April 2020

Wie wir die Probenkultur wandeln und das Beste aus dieser Zeit machen können

Ja, alles ist anders und nichts ist mehr, wie es war. In kaum einem Bereich zeigt sich das so deutlich, wie in Kunst und Kultur. Wenn wir den Fokus auf die Chorkultur legen, dann kann einem schon das Lachen im Halse stecken bleiben. Wie soll das weiter gehen? Die Abstandsregeln werden so lange gelten, bis es eine Impfung gibt. Wenn ein Wunder passiert, dann ist das Ende diesen Jahres- ansonsten Anfang oder Mitte nächsten Jahres. wenn es schlecht läuft, noch später.

Wie können wir diese Zeit nutzen, in der wir nicht wie gewohnt miteinander proben und umgehen können? Chorprobe mit Mundschutz und 2 m Abstand vom nächsten Sänger, das dürfte für die meisten Chöre sehr schwierig werden. Also sind neue Konzepte gefragt. Am besten solche, die der Chorarbeit wirklich nützen und den SängerInnen Spaß machen. Und bei denen die jeweils geltenden Abstand- und Kontaktregeln eingehalten werden können.

Viele Dinge, die wir eigentlich tun „müssten“, blieben bei der normalen Chorarbeit der Vor-Corona-Zeitrechnung liegen. Immer fehlte die Zeit, stets stand schon das nächste Konzert an. Die ChorleiterInnen unter uns wissen: wenn sich die Fähigkeiten des Einzelnen nicht verbessern, stößt auch die Leistungsfähigkeit des Ganzen an diese Grenze. Was läge also näher, als diese Dinge nun aufzugreifen? 

Die Lösung heißt: Kleinst- und Kleingruppenarbeit.

Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass der Chorleiter bzw. die ChorleiterIn sich in jeder Woche eine andere, kleine Gruppe zur Brust nimmt, z.B.

  • eine Stimmlage (oder Teile davon)
  • die Frauen
  • die Männer
  • ein Ensemble (von jeder Stimmlage eine Person)

Thematisch bieten sich geradezu unzählige Themen an, z.B.

  • Einstudierung eines neuen Songs oder Aufarbeitung eines bereits bekannten
  • Stimmbildung
  • Gehörbildung
  • Intonation
  • Rhythmus
  • Ausstrahlung
  • Präsenz
  • Spezialthemen, wie z.B. Legato, Konsonanten, Aussprache im Allgemeinen, Vom-Blatt-Singen etc.

Die anderen müssen in dieser Probe aber nicht untätig sein! Es können sich wöchentlich kleine Minigruppen treffen und ebenfalls gemeinsam- ohne ChorleiterIn – an oben genannten Themen üben. Die Chorleitung kann das koordinieren und ggf. Übematerial und Hilfen zur Verfügung stellen.

Auch könnten endlich mal wieder Themen in Angriff genommen werden, die in kleineren Gruppen vorbereitet werden können, z.B. 

  • Chorkleidung
  • Choreografien
  • Moderation 
  • Konzertgestaltung
  • Webseite 
  • Soziale Medien

Diese Formate sind variabel und können immer den momentanen Verordnungen angepasst werden. Sobald dann eine Gesamtprobe möglich ist, kommen alle mit neuen Fähigkeiten und Kenntnissen zusammen. Das kann einen enormen Auftrieb geben! Zumal die Eigeninitiative durch diese Art der Arbeit enorm gestärkt wird.

Kombination von Online und Offline

Chöre, die gut mit Online-Meetings zurecht kommen, können die wöchentlich Probe zum Beispiel mit einem Video-Meeting beginnen, in dem die Probeninhalte für den Abend besprochen werden. Dann legen alle Gruppen einzeln los. Am Ende der Probe können Ergebnisse präsentiert werden.

Nutzen wir die Chance! Sie kommt so schnell nicht wieder 🙂

Allgemein Chorleitung Kreativität Präsenz und Ausstrahlung

Chorpräsentation und CHOReografie – was ist das eigentlich?

12. August 2015

 Was genau ist nun eigentlich der Unterschied ?

Die Chorpräsentation rückt in den Fokus, wie genau wir ein bestimmtes Musikstück künstlerisch interpretieren und es so darstellt wird, dass es für das Publikum nicht nur sichtbar, sondern auch emotional erlebbar wird. Wir kommunizieren Musik, indem wir ihr neben der klanglichen auch eine optische Form geben. Es geht hierbei zum einen um die Visualisierung künstlerisch-musikalischer Inhalte und zum anderen um die energetischen Übertragung von Emotionen. Man könnte auch sagen: die Chorpräsentation kümmert sich um die visuellen und emotionalen Aspekte musikalischer Kommunikation zwischen Chor und Zuschauern. Dazu nutzen wir entweder „nur“ Mimik, Gestik und Körpersprache, oder wir gestalten einen Musiktitel choreografisch mit Hilfe einer CHOReografie. Continue Reading