Browsing Category

Präsenz und Ausstrahlung

Kreativität Präsenz und Ausstrahlung

Mehr Glamour bitte!

30. Oktober 2017

Ein Plädoyer für die Lust am glanzvollen Auftritt

Wer hätte gedacht, dass ich mal so einen Artikel schreibe? Ich gehe ungeschminkt zum Bäcker, habe fast nur Jeans und Sweatshirts im Schrank und genau drei Oberteile und eine schwarze Hose „für gut“. Ich mag Natürlichkeit und Ungezwungenheit. Ich bemerke es nicht einmal, wenn ich noch Schlammflecken von der Hunderunde an der Hose habe, wenn ich abends zur Chorprobe erscheine. Warum schreibe gerade ich einen Artikel über die Lust am Glamour?

Vielleicht, weil ich nach und nach entdeckt habe, dass es Zeiten für Natürlichkeit und Zeiten für Glamour gibt. Und dass Glamour gar nicht unnatürlich sein muss- besonders nicht auf der Bühne. Und dass die gemeinsame Lust am glamourösen Auftritt für Gruppen eine wichtige Erfahrung sein kann! In toller Garderobe, gut geschminkt und frisiert, erleben wir uns selbst und unsere Wirkung auf andere von einer anderen Seite. Wir trauen uns, zu spielen: Miteinander, mit dem Publikum, mit unserer Wirkung, mit Texten und Moderationen.
Dadurch bekommen wir mehr Leichtigkeit in die Bühnenauftritte und erlauben dem Zuschauer, sich auf eine andere Art und Weise zu entspannen und den Auftritt zu genießen. Wir übernehmen volle Verantwortung für das Entertainment und bieten nur noch wenig persönliche Einblicke in unsere Privatheit. Stattdessen entwickeln wir Bühnenpersönlichkeiten- was für ein Spaß!
Wenn ich im Rahmen meiner Coachingtätigkeit auf Auftrittskleidung zu sprechen komme, höre ich eigentlich fast immer folgenden Sätze: „Auf der Bühne muss man sich ja schließlich wohl fühlen. Wenn ich etwas anderes tragen muss, als sonst, dann fühle ich mich verkleidet“. Für eine bühnentaugliche Frisur und dramatisches Make-up kann ich kaum jemanden spontan erwärmen! Die meisten wehren sich mit Händen und Füßen, nach dem Motto „Ich schminke mich nie!“
Nun könnte ich ja es einfach dabei bewenden lassen. Aber: ich habe zu oft erlebt, was mit Menschen (besonders mit Frauen) passiert, wenn sie sich doch einmal dazu hinreißen lassen, sich komplett in Schale zu schmeißen: Sie blühen auf. Sie bewegen sich anders, Sie strahlen Schönheit und Selbstbewusstsein aus. Und das wichtigste: sie beginnen, sich auf der Bühne richtig wohl zu fühlen. Auf der Bühne gelten eben andere Wohlfühlgesetze, als zuhause auf dem Sofa. Da kann es schonmal vorkommen, dass man sich in einem extravaganten Kleid plötzlich viel wohler fühlt, als in der Alltagsjeans. Wer das herausfinden möchte, muss es sich einfach mal trauen! Für den Anfang genügt es, 20- 30% „drauf zu legen“.  Also etwas mehr Make-Up, eine etwas gewagtere Frisur und ein etwas schickeres Outfit… Viel Spaß!

Allgemein Chorleitung Kreativität Präsenz und Ausstrahlung

Chorpräsentation und CHOReografie – was ist das eigentlich?

12. August 2015

 Was genau ist nun eigentlich der Unterschied ?

Die Chorpräsentation rückt in den Fokus, wie genau wir ein bestimmtes Musikstück künstlerisch interpretieren und es so darstellt wird, dass es für das Publikum nicht nur sichtbar, sondern auch emotional erlebbar wird. Wir kommunizieren Musik, indem wir ihr neben der klanglichen auch eine optische Form geben. Es geht hierbei zum einen um die Visualisierung künstlerisch-musikalischer Inhalte und zum anderen um die energetischen Übertragung von Emotionen. Man könnte auch sagen: die Chorpräsentation kümmert sich um die visuellen und emotionalen Aspekte musikalischer Kommunikation zwischen Chor und Zuschauern. Dazu nutzen wir entweder „nur“ Mimik, Gestik und Körpersprache, oder wir gestalten einen Musiktitel choreografisch mit Hilfe einer CHOReografie. Continue Reading

Präsenz und Ausstrahlung Übungen

Übung: Mimikdirigat

7. September 2014

hier gibt´s den Beitrag als pdf zum Downloaden und Mit-in-die-Probe-nehmen: Übung Mimikdirigat

Eine ganz hervorragende Übung zum „Emotionalen Singen“ ist das Mimikdirigat. Es geht dabei darum, unsere analytische, linke Gehirnhälfte vorübergehend ab- und die ganzheitlich-musikalische rechte Gehirnhälfte anzuschalten! Wir singen viel zu sehr mit dem Verstand! Musik ist jedoch eine eigene Sprache, die nicht erklärt sondern nur empfunden werden kann! Ziel ist es am Ende, beide Gehirnhälften beim Singen gleichermaßen zu nutzen- aber da die rechte so schmählich vernachlässigt wird, muss sie zunächst aktiviert werden. Continue Reading